In Erinnerung an unsere Mitglieder

Wir gedenken unserer verstorbenen Mitglieder, die über Jahrzehnte hinweg das Herz unseres Vereins bildeten.

In dankbarer Erinnerung an euch


Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Schachfreund
Werner Riess, der am 9. Januar 2015 im Alter von 86 Jahren verstorben ist.

Werner Riess wurde am 27. September 1928 in der Gemeinde Koßlau im Sudetenland (heute Kozlov in der Tschechischen Republik) geboren. Dort verbrachte er seine Kindheit und besuchte zunächst die Volksschule, später die Bürgerschule in Buchau sowie die Wirtschaftsoberschule in Karlsbad. Die Wirren der Nachkriegszeit führten zur Vertreibung seiner Familie, die schließlich in Leutershausen eine neue Heimat fand.

Sein beruflicher Weg begann in Ansbach, wo er von 1948 bis 1955 als kaufmännischer Angestellter beim European Exchange System tätig war. Anschließend trat er in den bayerischen Staatsdienst ein und arbeitete bis zu seiner Pensionierung im Januar 1991 beim Finanzamt Ansbach, zuletzt als Steueramtsrat.

Zum Schach fand Werner Riess bereits in jungen Jahren durch Schulfreunde. In Leutershausen trat er dem dortigen Schachklub bei und sammelte erste Turniererfahrungen. Mit seinem Umzug nach Ansbach wurde der Schachclub Ansbach 1855 zu seiner schachlichen Heimat, der er über Jahrzehnte hinweg eng verbunden blieb.

Neben seiner aktiven Spieltätigkeit engagierte sich Werner Riess in vorbildlicher Weise auch ehrenamtlich für den Verein. Von 1971 bis 1974 übernahm er das Amt des Spielleiters, von 1988 bis 2001 war er 2. Vorsitzender des SC Ansbach 1855 und trug in dieser Funktion maßgeblich zum Vereinsleben bei.

Ein sportlicher Höhepunkt seiner Laufbahn war das Jahr 1966, als der SC Ansbach 1855 um den Aufstieg in die Oberliga Bayern kämpfte. Werner Riess erzielte dabei in fünf Einsätzen die maximale Punktzahl und hatte damit entscheidenden Anteil am Erfolg der Mannschaft. Darüber hinaus qualifizierte er sich mehrfach für die Mittelfränkische Einzelmeisterschaft.

Unvergessen bleiben auch die internationalen Mannschaftsturniere in Jugoslawien, an denen er zwischen 1972 und 1986 regelmäßig mit großer Begeisterung teilnahm. Sein Engagement für das Schach hielt bis ins hohe Alter an: Er nahm weiterhin an vereinsinternen Turnieren teil und stand der Mannschaft als verlässlicher Ersatzspieler zur Verfügung.

Werner Riess war ein treuer Schachfreund, ein engagierter Vereinskamerad und ein Mensch, der durch seine Verlässlichkeit und seine ruhige, freundliche Art geschätzt wurde. Sein Wirken hat das Vereinsleben des SC Ansbach 1855 über viele Jahrzehnte hinweg bereichert.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.



Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem Schachfreund

Bernhard Block, der am 8. Dezember 2025 im Alter von 91 Jahren verstorben ist.
Bernhard Block wurde am 26. April 1934 in Ansbach geboren. Hier besuchte er die Volksschule und anschließend die Oberrealschule, das heutige Platen-Gymnasium, die er mit der Mittleren Reife abschloss. Nach einem Praktikum in der Löwen-Apotheke begann er sein Studium der Chemie am Ohm-Polytechnikum in Nürnberg, das er erfolgreich als Ingenieur beendete.
Sein beruflicher Weg führte ihn zunächst nach Leverkusen, wo er viele Jahre in verantwortungsvollen Positionen in der chemischen Industrie tätig war. Später wirkte er maßgeblich am Aufbau eines Zweigwerkes in Nordenham mit, leitete dort die Laboratorien und übernahm schließlich Verantwortung für die Produktionsbetriebe. Seine Tätigkeit war geprägt von großem Engagement, Fachwissen und internationaler Erfahrung. Nach seiner Pensionierung im Jahr 1995 kehrte er 1997 in seine Heimatstadt Ansbach zurück.
Zum Schach fand Bernhard Block bereits als Jugendlicher. Schon früh entdeckte er im Schachclub Ansbach 1855 seine Leidenschaft für das königliche Spiel und entwickelte sich – unterstützt von erfahrenen Vereinskameraden – kontinuierlich weiter. Erste Erfolge stellten sich bereits in jungen Jahren ein, unter anderem als Sieger der Jugendmeisterschaft des Vereins.
Sein schachlicher Weg führte ihn später über mehrere Stationen, darunter Leverkusen und Nordenham, wo er nicht nur als Spieler, sondern auch als Funktionär große Verdienste erwarb. Besonders prägend war seine Zeit im Norden Deutschlands: Als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Schachvereins Butjadingen trug er entscheidend dazu bei, die Kräfte der Region zu bündeln und einen leistungsstarken Verein aufzubauen. Der Aufstieg der ersten Mannschaft in die Verbandsliga im Jahr 1986 bleibt untrennbar mit seinem Namen verbunden. Für seine Verdienste wurde er dort zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Neben zahlreichen Vereinsmeisterschaften und Turniererfolgen engagierte sich Bernhard Block über Jahrzehnte hinweg in vielfältigen Funktionen – als Vorsitzender, Jugendleiter und Organisator. Sein Wirken reichte weit über den eigenen Verein hinaus und prägte das Schachleben in der gesamten Region.
Nach seiner Rückkehr nach Ansbach fand er wieder zu seinem Heimatverein zurück und übernahm auch dort Verantwortung. Seit 1999 stand er dem Schachclub Ansbach 1855 als 1. Vorsitzender vor und setzte wichtige Impulse für das Vereinsleben. Unter seiner Leitung wurde unter anderem der Mittelfränkische Schachkongress im Jahr 2000 erfolgreich ausgerichtet.
Bernhard Block war ein leidenschaftlicher Schachspieler, ein engagierter Funktionär und ein Mensch, der mit Tatkraft, Weitblick und großer Verbundenheit zum Schachsport wirkte. Auch über das Schach hinaus galt seine Begeisterung dem Reisen, das er gemeinsam mit seiner Ehefrau pflegte.
Mit ihm verlieren wir eine prägende Persönlichkeit unseres Vereins und einen geschätzten Freund, dessen Wirken weit über Ansbach hinaus Spuren hinterlassen hat.
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.