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Dem Ehrenvorsitzenden von
Mittelfranken-West, Walter Döge, zum Gedenken
Das Licht der Welt erblickte Walter Döge 1907 in
schlesischen Nimptsch (heute Niemcza/Polen) im Kreis
Reichenbach. Nach der dortigen Vor- und Hauptschule besuchte
er das Humanistische Gymnasium im Nahe gelegenen Ohlau
(heute Olawa/Polen). An der höheren Technischen Lehranstalt
in Breslau gelang ihm der Abschluss als Architekt und
Bauingenieur (1926). Danach führte Walter Döge den
elterlichen Betrieb (ein 1863 gegründetes Bauunternehmen mit
Zimmerei) in Ohlau bis zum Eintritt in den militärischen
Dienst fort (1939). Nach der Entlassung aus der
Kriegsgefangenschaft konnte Walter Döge nicht wieder zurück
in die alte Heimat und siedelte sich in Ansbach an. Hier
gründete er 1946 als selbständiger Unternehmer ein
Bauunternehmen, das er bis zu seinem allzu frühen
krankheitsbedingten Tode 1976 führte.
Das Schachspiel erlernte Walter Döge als Kind und war bis
Kriegsende Mitglied im Schachklub Ohlau. In der neuen Heimat
wurde er 1949 Mitglied des SC Ansbach 1855, dessen
Vorsitzender er wurde (1954-1971). "Mit dem langjährigen
Vorsitzenden Walter Döge kam das Vereinsleben wieder in
Gang", bilanziert die Chronik des SC Ansbach 1855. Auf Grund
seiner Verdienste um den Traditionsverein wurde er 1971 zu
dessen Ehrenmitglied ernannt, nachdem er zuvor bereits die
Silberne Ehrennadel erhalten hatte. Noch größere Verdienste
allerdings hat sich Walter Döge als Gründungsvorsitzender
des Schachkreises Mittelfranken-West erworben (1962). Diesen
führte er bis 1974, wobei er zu Beginn zusätzlich noch
Schriftführer war (1962-1964). Nach seiner langjährigen
Vorstandstätigkeit wurde er zum Ehrenvorsitzenden des
Schachkreises Mittelfranken-West ernannt (1974), eine
Auszeichnung, die in 43 Jahren nur einem Zweiten zuteil
wurde, nämlich seinem Vereinskollegen Arno Weinert (1991).
Vor knapp 30 Jahren verlor das Schach in und um Ansbach
einen seiner größten Förderer, dem es leider nicht vergönnt
war, als Turnierspieler große Erfolge zu feiern. Mein Dank
für Mitteilungen zu Walter Döge geht an dessen Kinder Bernd
Döge und Barbara Roetter (Ansbach), sowie die Schachfreunde
Erwin Nitsche und Alfred Drechsler (SC Ansbach 1855).

Walter Döge
Udo Güldner, Pressewart Schachbezirk Mittelfranken
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