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Hans Siegfried zum 70. Geburtstag

Am 1. Juni 2003 feiert Hans Siegfried, seines Zeichens Vorsitzender des Schachbezirkes Mittelfranken, an seinem Wohnort Sachsen bei Ansbach seinen 70. Geburtstag. An dieser Stelle von allen mittelfränkischen Schachfreunden die herzlichsten Glückwünsche und weiterhin viel Spaß am Schachspiel. 
Geboren wurde er am 1.6.1933 in Altenmuhr bei Gunzenhausen, heute heißt der Ort Muhr am See. Die Schuljahre hat er im Wesentlichen in Nürnberg verlebt, es gab kriegsbedingte Unterbrechungen durch Evakuierung und KLV (Kinderlandverschickung): 1939-1944 Volksschule, 1944 bis 1953 Neues Gymnasium in Nürnberg, ein humanistisches Gymnasium. 1953 bis 1958 Studium der Alten Sprachen und der Germanistik in Erlangen, dann Examen für das Höhere Lehramt. 1958 bis 1965 Referendar in Erlangen, dann Lehrer am Jean-Paul-Gymnasium in Hof (sieben Jahre) und am Gymnasium Carolinum Ansbach. Übrigens war er auch einmal Leiter einer staatlich verwalteten kirchlichen Stiftung und eines Schülerheims, nämlich des Protestantischen Alumneums in Ansbach von 1968 bis 1972. Zuletzt war er Studiendirektor und Fachbetreuer für Latein und Griechisch. 
Schach hat er als Zehnjähriger von seinem Vater gelernt. "Ich habe es immer wieder gerne gespielt, aber immer nur mit Freunden, ohne Vereinsehrgeiz und höheres Streben." Schließlich trat er etwa 1966/67 in den Schachclub Hof ein. Als er aber nach Ansbach ging, ließen ihm Schule und Schülerheim keine Zeit mehr für das Schach. Nun noch eine Kuriosität: 1969 gründeten Schüler des Gymnasium Carolinum Ansbach einen Schachclub, den sie auch Carolinum nannten. In den folgenden Jahren spielte dieser Schülerclub erfolgreich in der Kreisliga und gab sogar ein einjähriges Gastspiel in Bezirksliga. Die Schüler engagierten Hans Siegfried etwa 1970 als Spieler für ihren Club, er war ja Lehrer an ihrer Schule, mit der Clubleitung hatte er zunächst aber gar nichts zu tun. Aber Schüler werden älter, machen Abitur, verlassen ihre Schule und damit ihren Club, und sie hinterließen ihm den Club, der sich 1974 als selbständiger Verein auflöste,. Am Gymnasium Carolinum gab es aber immer noch die Neigungsgruppe Schach, die bis zur Pensionierung von Hans Siegfried im Jahr 1995 fortbestand. Gespielt wurde jeden Donnerstag- oder Freitagnachmittag, und das war ein Bestandteil in seinem Leben. 
Hans Siegfried selbst trat im September 1972 dem SC 1855 Ansbach bei, betreute aber weiterhin die Neigungsgruppe Schach. Allerdings löste sich, wie erwähnt, der Schachclub Carolinum 1974 als Club auf, die wettkampfinteressierten Schüler spielten beim SC Ansbach. 
Von 1977 bis 1990 war er dann 1. Vorsitzender und Jugendleiter dieses Vereins. Gleichzeitig spielte er in der 2. Mannschaft dieses Club auf Kreisebene und war dort auch Mannschaftsführer. Neben seinem Beruf, den er sehr ernst nahm, war er in vielfältiger Weise im Schach engagiert, höhere spielerische Bestrebungen wollte und konnte er allerdings nicht wahrnehmen. Übrigens richtete der SC Ansbach 1855 im Jahre 1985 eine vielgelobte Bayerische Meisterschaft aus. Seit 1987 ist Hans Siegfried 1. Vorsitzender des Schachbezirkes Mittelfranken im BSB. Das beschäftigt ihn nun in vielfältiger Weise. Im Augenblick ist er auch noch als Regionaler Schiedsrichter bei Bayernliga-Spielen tätig und betreut als 2. Spielleiter des Bezirkes die reguläre Einzelmeisterschaft dieser Organisation. Seit 1995 ist er pensioniert. Natürlich besucht er noch immer die Spielabende seines Vereins und spielt dort gerne, gelegentlich hilft er auch in der 2. Mannschaft als Spieler aus. Wenn irgendwie möglich, spielt er täglich eine Partie Schach aus einer Schachzeitung nach. Im übrigen ist er ein leidenschaftlicher Kiebitz. "Ansonsten gehören Lesen und Wandern zu meinen besonderen Neigungen. Zu meiner Lektüre gehören immer noch lateinische und griechische Autoren, gelegentlich das Neue Testament im Originaltext."
 

Udo Gueldner, Pressewart Schachbezirk Mittelfranken

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